Sase Monastery, Serbisch-orthodoxes Kloster in Sase, Bosnien und Herzegowina
Das Kloster Sase ist ein serbisch-orthodoxes Kloster im Bergbaudorf Sase in den Hügeln zwischen Srebrenica und Bratunac. Die wiederaufgebaute Anlage besteht aus einer Kapelle, einem Waschbrunnen und einem Wohngebäude; das Innere der Kapelle ist mit Fresken aus dem Leben der Heiligen bemalt, und eine vergoldete Ikonostase schirmt den Altar ab. Ein in der Nähe ausgegrabener römischer Grabstein ist im Hof ausgestellt. Es gehört zur Metropolie von Dabar und Bosnien, sein Bischof ist Nikolaj.
Das Kloster wurde 1242 von König Stefan Uroš I. gegründet und diente als Metochion des Hilandars, bis seine Grundlagen 1850 von Bergleuten wiederentdeckt wurden. Diese Wiederentdeckung ermöglichte die Rekonstruktion und Wiederbelebung des Ortes nach Jahrhunderten der Vergessenheit.
Das Kloster verehrt den heiligen Kaiser Uroš als Stifter; am 5. Dezember 2007 übergab Bischof Vasilije ihm einen Teil der Reliquien König Urošs und einen Teil der Reliquien Kaiser Urošs. Die Kirche wurde nach ihrem Wiederaufbau 1858 durch die Bergleute von Sase dem heiligen Apostel Petrus geweiht.
Das Kloster liegt in einer ländlichen Gegend zwischen zwei größeren Orten in einem bergigen Terrain mit begrenztem Zugang. Besucher sollten sich der abgelegenen Lage bewusst sein und sich angemessen auf Wege vorbereiten.
Der römische Grabstein im Hof war in die Südseite der früheren Kirche eingemauert: ein spätantikes Relief mit einem doppelten Brustbild, wohl grabmalartigen Charakters. Das Kloster liegt unmittelbar beim römischen Fundort Domavia, wo Reste eines großen Bades und eines Gemeindebaus ausgegraben wurden.
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