Dahagram–Angarpota, Bangladeschische Enklave in Patgram Upazila, Indien.
Dahagram-Angarpota ist eine bengalische Exklave, die aus zwei verbundenen Dörfern auf etwa 14,56 Quadratkilometern Agrarland besteht und vollständig von indischem Gebiet in Westbengalen umgeben ist. Die Siedlungen zeigen ein typisches ländliches Erscheinungsbild mit Feldern, einfachen Häusern und Wegen, die die beiden Ortschaften durchziehen.
Der Vertrag zwischen Indira Gandhi und Scheich Mujibur Rahman 1974 definierte diese Exklave als bangladeschisches Gebiet, nachdem Jahrzehnte von Grenzverhandlungen. Die endgültige Regelung 2015 bestätigte diesen Status und machte sie zum letzten Überbleibsel einer komplexen Grenzgeschichte.
Die Gemeinden Dahagram und Angarpota werden von muslimischen und hinduistischen Familien bewohnt, die ihre landwirtschaftlichen Bräuche über Generationen weitergeben. Der Alltag dreht sich um den Anbau von Getreide und Gemüse, wobei die Menschen ihre Felder je nach Jahreszeit bearbeiten.
Der einzige Zugang zum Festland erfolgt über den Tin Bigha Korridor, einen schmalen Durchgang, der fast den ganzen Tag offen ist, aber kurz geschlossen wird. Besucher sollten sich auf ländliche Infrastruktur einstellen und die Gegend erkunden, wenn die Passage geöffnet ist.
Die beiden Dörfer sind durch einen künstlich angelegten Korridor mit dem Rest von Bangladesch verbunden, da sie sonst völlig von Indien eingeschlossen wären. Dieser dünne Verbindungsstreifen ist etwa 100 Meter breit und gilt als eine der eigenartigsten Grenzkonstruktionen Südasiens.
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