Westflandern, Belgische Provinz an der Nordseeküste
West-Flandern ist eine Provinz im Norden Belgiens, die sich von der Nordseeküste bis zu sanften Hügeln im Süden erstreckt. Das Gebiet umfasst flache Polderlandschaften, Küstenebenen und landwirtschaftlich genutzte Flächen, durchzogen von Kanälen und kleinen Flüssen.
Die Region entwickelte sich im Mittelalter zu einem wohlhabenden Handelszentrum, als Brügge durch seinen Hafen und seine Textilindustrie europaweit bekannt wurde. Während des Ersten Weltkriegs verlief hier die Westfront, und rund um Ypern fanden jahrelange Kämpfe statt.
Die Bewohner sprechen hier Westflämisch, einen regionalen niederländischen Dialekt mit eigenen Wendungen und Klangmustern. In vielen Dörfern und Städten hört man diese Sprachvariante im Alltag auf Märkten, in Geschäften und auf öffentlichen Plätzen.
Die Provinz lässt sich mit dem Auto, dem Zug oder der Straßenbahn entlang der Küste erkunden, wobei die meisten Orte gut verbunden sind. Straßenschilder und Hinweise sind auf Niederländisch, aber in touristischen Gebieten findet man oft mehrsprachige Informationen.
Die Küstenstraßenbahn zwischen De Panne und Knokke verbindet alle Seebäder auf einer Strecke von über 67 Kilometern und ist damit eine der längsten Straßenbahnlinien der Welt. Bei Zeebrugge kann man von bestimmten Aussichtspunkten aus große Containerschiffe beobachten, die in einen der größten Häfen Nordeuropas einfahren.
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