Haus Ternell, Naturzentrum und Touristeninformation in Eupen, Belgien.
Das Haus Ternell ist ein Natur- und Informationszentrum in Eupen, das sich auf die Hochmoore spezialisiert. Das Gebäude beherbergt Museumsräume mit detaillierten Dioramen, die die Ökosysteme und Lebensräume der Hochfläche zeigen.
Das älteste der vier Häuser von Haus Ternell stammt von 1773 und wurde vom Monschauer Textilfabrikanten Wilhelm Scheibler als Jagdhaus errichtet; 1780 wurde es Staatseigentum. 1827 ist es als Unterförsterei verzeichnet, 1873 wohnten zwei Förster und zwei Grenzwächter in zwei der Häuser. Eine daneben stehende frühere Herberge brannte 1913 ab. Seit 1987 beherbergt der Ort das Naturzentrum der Deutschsprachigen Gemeinschaft.
Der Name Ternell geht wohl auf den Flurnamen „Nell“ oder „Noll“ für eine kleine Erhebung zurück; die Form „Ter“ deutet auf einen Ursprung im 9. Jahrhundert und ergäbe „auf der Anhöhe“. Träger ist die Deutschsprachige Gemeinschaft Belgiens; seit 2018 firmiert das Zentrum als Zentrum für Umweltbildung und Nachhaltigkeit.
Haus Ternell liegt an der N67 zwischen Eupen und Monschau auf dem Höhenzug zwischen Hilltal und Getzbachtal. Es ist ganzjährig Ausgangspunkt für Wanderungen ins Hohe Venn; im Winter beginnen hier drei gespurte Rundloipen und eine Loipenverbindung nach Sourbrodt, und Skier können ausgeliehen werden. Die Buslinie 385 hält an Wochenenden und Feiertagen, von Bahnhof Eupen nach Monschau und samstags bis Kalterherberg. Neben dem Zentrum steht ein Café-Restaurant mit Terrasse.
Das älteste der vier Häuser von Haus Ternell stammt von 1773 und wurde vom Monschauer Textilfabrikanten Wilhelm Scheibler als Jagdhaus errichtet; 1780 wurde es Staatseigentum. Ein separates Gebäude neben dem ursprünglichen Jagdhaus diente als Herberge und brannte 1913 ab. Seit 2017 deckt das Zentrum seinen Energiebedarf vollständig selbst.
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