Deutscher Soldatenfriedhof Lommel, Deutscher Soldatenfriedhof in Lommel, Belgien
Der Deutsche Soldatenfriedhof Lommel umfasst 16 Hektar in Kattenbos und ist in 63 Felder mit bis zu 28 Reihen gegliedert. Kleine dunkle Kreuze stehen in präzisen Linien, jedes markiert meist zwei Gefallene, mit Metallschildern auf beiden Seiten. Eine von Robert Tischler entworfene Krypta bildet den Eingang, gekrönt von einer sechs Meter hohen Kreuzigungsgruppe aus Basalt aus der Eifel mit einem Gewicht von 39 Tonnen.
Nach dem Zweiten Weltkrieg richteten amerikanische Streitkräfte zunächst provisorische Gräberstätten ein, bevor die sterblichen Überreste deutscher Soldaten 1946 an diesen Ort verlegt wurden. Die Anlage wurde dann als permanente Gedächtnisstätte für alle dort begrabenen Personen errichtet.
Der Friedhof dient heute als Ort der Begegnung für junge Menschen aus verschiedenen Ländern, die zusammen an Gedenkveranstaltungen und Instandhaltungsarbeiten teilnehmen. Diese gemeinsamen Aktivitäten schaffen einen Raum, in dem Besucher sich mit der Vergangenheit auseinandersetzen und voneinander lernen können.
Der Friedhof liegt an der Dodenveldstraat 30 in Kattenbos auf einem 16 ha großen Gelände von 427 × 350 m; der Zugang führt durch die Krypta. Geöffnet ist täglich von April bis Oktober, in den übrigen Monaten zu kürzeren Zeiten; es gelten die üblichen Friedhofsregeln. Metallschilder an den Kreuzen nennen die Daten der Gefallenen, und das Informationszentrum beim Eingang öffnet zu festen Zeiten.
Ein Gedenkstein aus dem Brüsseler Friedhof Evere erinnert an die verbundene Geschichte verschiedener Kriegsgräberstätten. In der Nähe steht ein Ginkgo-Baum, der 1995 gepflanzt wurde und eine Verbindung zu Hiroshima herstellt, wo dieser Baum als Symbol für Friedensgedenken steht.
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