Beginenhof Antwerpen, Religiöse Gemeinschaft aus dem 13. Jahrhundert in Universiteitsbuurt, Belgien
Das Beginenhof von Antwerpen ist ein historisches Quartier in der Innenstadt mit engen gepflasterten Gassen, weißgetünchten Reihenhäusern und einer zentralen Barockkirche. Die Häuser stehen dicht beieinander und öffnen sich zu kleinen Innenhöfen, die zusammen eine geschlossene Wohnanlage bilden, die sich deutlich von der umgebenden Stadt abhebt.
Das Beginenhof wurde im 13. Jahrhundert vor den Stadtmauern gegründet und später in die Stadt verlegt, um die Bewohnerinnen besser zu schützen. Im Laufe der Jahrhunderte wuchs die Gemeinschaft und die Anlage wurde mehrfach umgebaut, bis sie die heutige Form annahm.
Die Beginen waren Frauen, die ein frommes Leben führten, ohne einem Orden beizutreten, und bildeten eine der wenigen mittelalterlichen Gemeinschaften, die von Frauen selbst verwaltet wurden. Im Beginenhof können Besucher noch heute die kleinen Hausaltar-Nischen in den Fassaden der Reihenhäuser sehen, die von diesem alltäglichen Glaubensleben zeugen.
Das Gelände ist an den meisten Tagen für Besucher zugänglich, die durch die Gassen und Höfe spazieren möchten. Da einige Häuser noch bewohnt sind, empfiehlt es sich, ruhig und rücksichtsvoll zu gehen, besonders in den schmalen Durchgängen.
Obwohl das Beginenhof von Antwerpen seit 1998 zum UNESCO-Welterbe gehört, ist es nicht als eigenständige Stätte eingetragen, sondern als Teil einer Gruppe von 13 flämischen Beginenhöfen. Das macht es zu einem von wenigen Orten, an denen ein einzelner Spaziergang durch ein Welterbe gleichzeitig ein Fragment eines größeren, über ganz Belgien verteilten Ensembles darstellt.
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