Onze-Lieve-Vrouw-ter-Duinenkerk, Gotische Kirche in Mariakerke, Belgien.
Onze-Lieve-Vrouw-ter-Duinenkerk ist eine einschiffige gotische Backsteinkirche mit einem hohen quadratischen Westturm, der von einer Schieferpyramide bekrönt wird, und einem niedrigeren Schiff unter steilem Schieferdach. Spitzbogenfenster mit dunklem Maßwerk gliedern die Seitenwände, und ein kleiner Steinvorbau springt aus dem Schiff hervor. Auf der Dachlinie ist ein Schild mit der Aufschrift „MARIAKERKE“ zu sehen.
Die erste Erwähnung des Ortes stammt von 1071, als Graf Robert der Frese eine Kapelle der Jungfrau Maria errichtete. Später entwickelte sich daraus die heutige gotische Struktur, die die Jahrhunderte überdauert hat.
Die Einheimischen nennen sie Duinenkerkje, die kleine Dünenkirche. Im Inneren befinden sich fünf Deckengemälde von Emmanuel Lacroix und eine Rokoko-Täfelung aus 42 Feldern der Brügger Frans Feys und Sebastiaan Wydau, angebracht nach 1758. Erhalten ist auch ein Taufbecken aus Tournai von 1594.
Die Kirche steht am Rand von Mariakerke in einer geschützten Dünen- und Polderlandschaft; das Schiff ist von West nach Ost ausgerichtet, der Altar liegt am Ostende. Der Boden um das Gebäude wurde auf das heutige Niveau aufgeschüttet, sodass die Kirche etwas über den umliegenden Dünen liegt. Das pyramidale Turmdach, 1638 wieder errichtet, trägt eine Nische mit einer Marienstatue und der Jahreszahl 1638.
Der Turm war wahrscheinlich flach, wie die von Damme und Lissewege, damit Tag und Nacht ein Ausguck möglich war und nachts ein Feuerzeichen für die Seeleute brannte. Die Jahreszahl 1638, als der Westturm mit Pyramidendach wiederaufgebaut wurde, steht in der Nische mit dem Marienbild im Turm.
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