Colmont Castle, Mittelalterliche Festung in Tongeren, Belgien
Colmont Castle ist eine mittelalterliche Befestigung in Tongeren mit einem zehneckigen Donjon, dessen Mauern etwa 3,25 Meter dick sind und dessen Eingang sich im zweiten Geschoss befindet. Die Ruinen stehen auf einem künstlich erhöhten Rücken, der von mehreren Gräben umgeben ist, die einst vom Fluss Herck gespeist wurden.
Das Schloss wurde Ende des 12. Jahrhunderts von Gerard II. von Loon erbaut und diente als Verteidigungspunkt zwischen der Landgrafschaft Brabant und dem Fürstbistum Lüttich. Die strategische Lage machte es zu einer wichtigen militärischen Anlage in dieser Konfliktregion.
Das Schloss zeigt sowohl gotische als auch romanische Architekturelemente, die die Bauweisen und Militärtechnik mittelalterlicher Befestigungen widerspiegeln. Diese Mischung aus Stilen erzählt von der Zeit, in der das Gebäude entstanden ist und welche Einflüsse es geprägt haben.
Die Ruinen sind über künstliche Wälle und alte Gräben zu Fuß erreichbar, wobei die erhöhte Lage des Standorts eine gute Übersicht über die Umgebung ermöglicht. Es ist ratsam, bequeme Schuhe zu tragen und auf unebenem Gelände vorsichtig zu gehen.
Das Schloss enthielt einen ovalen Turm für die Garnison und einen quadratischen Wohnturm mit drei Geschossen, die durch verschiedene Nebengebäude verbunden waren. Diese ungewöhnliche Kombination unterschiedlicher Turmformen war selten in mittelalterlichen Befestigungsanlagen.
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