Royerssluis, Seeschleuse im Hafen von Antwerpen, Belgien
Die Royers-Schleuse verbindet die Schelde mit dem Albert-Kanal und nutzt dazu ein System aus drei großen Stahlschiebetoren, die auf Schienen laufen. Die Anlage ermöglicht gleichzeitig Schiffsverkehr und Straßenverkehr, da zwei Brücken über das Torensystem führen.
Die Schleuse entstand zwischen 1893 und 1908, um das damals wachsende Schiffsaufkommen im Hafen zu bewältigen. Der Bau war eine technische Antwort auf die zunehmende Bedeutung des Hafens als internationales Handelszentrum.
Die Schleuse ist nach Gustaaf Royers benannt, dem Stadtingenieur von Antwerpen, der die Stadt über mehrere Jahrzehnte prägte. Besucher sehen heute noch die Spuren dieser frühen Industriezeit in der robusten Stahlkonstruktion und der technischen Ausstattung der Anlage.
Die Schleusenanlagen sind vom Hafen aus zugänglich, und die beiden Brücken bieten gute Aussichtspunkte, um die Toroperationen zu beobachten. Ein Spaziergang entlang der Kanalpromenade ermöglicht Besuchern, die Anlage aus verschiedenen Blickwinkeln zu erleben.
Das System verfügt über ein drittes Tor, das etwa 100 Meter vom unteren Tor entfernt angebracht ist und ursprünglich dazu dienen sollte, den Durchsatz der Schiffe zu beschleunigen. Diese konstruktive Besonderheit ist heute ein seltenes Merkmal im europäischen Schleusenverkehr.
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