Bourlaschouwburg, Klassizistisches Theater im Theaterbuurt, Antwerpen, Belgien
Das Bourlaschouwburg ist ein neoklassizistisches Theater auf dem Gelände des ehemaligen Tapissierspand-Teppichmarkts in Antwerpen. Seine Fassade aus hellgrauem Stein hat einen abgerundeten Mittelteil mit einer Reihe dunkler Statuen entlang der Dachlinie, einen Fries aus kreisförmigen Medaillons mit Köpfen zwischen hohen Säulen, große rechteckige Fenster mit dunklem Glas über einer Steinbalustrade und ein rustiziertes Erdgeschoss mit bogenförmigen Türen. Über dem Haupteingang bilden dunkle Buchstaben das Wort „TONEELHUIS“. Der Zuschauerraum fasst etwa 900 Plätze.
Die Stadt beauftragte den Stadtarchitekten Pierre Bruno Bourla 1827 mit dem Entwurf des Theaters; der Bau begann 1829, verzögerte sich jedoch durch die Belgische Revolution. 1834 wurde es fertiggestellt und am 1. September als Grand Théâtre bzw. Théâtre Royal Français eröffnet. 1865 wurde das Innere erweitert, wodurch die Kapazität von 1300 auf 2000 Plätze stieg; weitere Umbauten folgten 1904 und 1913. 1933 änderte sich der Name in Koninklijke Nederlandse Schouwburg, und am 25. März 1938 wurde das Gebäude unter Denkmalschutz gestellt.
Das Theater ist nach dem Stadtarchitekten Pierre Bruno Bourla benannt, der es 1827 entwarf. Von 1834 bis 1933 spielte hier das französischsprachige Théâtre Royal Français, die „Franse Opera“; 1933 übernahm die Koninklijke Nederlandse Schouwburg die Bühne. Seit 1994 ist Het Toneelhuis hier ansässig, entstanden aus dem Zusammenschluss von KNS und Blauwe Maandag Compagnie.
Das Theater steht im Antwerpener Theaterbuurt auf dem Gelände des früheren Tapissierspand-Teppichmarkts, wenige Schritte vom Zentrum entfernt. Der Eingang liegt im rustizierten Erdgeschoss mit seinen Bogenportalen, unter der Aufschrift „TONEELHUIS“. Der Saal fasst rund 900 Plätze, daher lohnt sich rechtzeitiges Buchen; da das Gebäude denkmalgeschützt ist, ist der Zugang außerhalb der Vorstellungen begrenzt.
Das Theater bewahrt sein komplettes Bühnensystem aus den 1830er Jahren mit allen ursprünglichen Maschinen und Zugvorrichtungen, die von französischen Handwerkern gebaut wurden. Dieses funktionierende System ist in Europa einzigartig und ermöglicht heute noch die Rekonstruktion von Bühnentechniken des 19. Jahrhunderts.
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