Brakelbos, Naturschutzgebiet und Wald in Brakel, Belgien
Das Brakelbos ist ein 52 ha großer Buchenwald am Hang des Rhodesberg bei Opbrakel, direkt an der Sprachgrenze und nahtlos an den Pottelbergbos anschließend. Im Frühling bilden Hasenglöckchen, Buschwindröschen, Salomonssiegel und wilde Narzissen einen farbigen Teppich unter den Buchen. Das Ludvinakruis und das Rietfonteintje sind zwei Orientierungspunkte im Wald.
Im Mittelalter war der Brakelbos Teil eines breiten Waldgürtels auf den Zeugenbergen Südostflanderns, einem berüchtigten Gebiet, in dem Verbannte und Räuberbanden lebten; im 15. Jahrhundert plünderten die „Groenseleters“ die Umgebung, im 18. Jahrhundert die „Egyptenaren“. Vom 16. bis zum 18. Jahrhundert gehörte der Wald den Herren von Opbrakel, danach Genter Adelsfamilien wie D'Hane de Steenhuyse, Vander Meersche, Walckiers und Falligan. Nach Erbschaften und Verkäufen wurde die Kommission für öffentliche Fürsorge (später das OCMW) von Oudenaarde 1951 Eigentümerin; seit 1976 ist der Wald für die Öffentlichkeit zugänglich.
Der Name des Waldes verweist auf die Herren von Opbrakel, denen er vom 16. bis zum 18. Jahrhundert gehörte. Zwei Orte tragen lokale Namen: das Ludvinakruis, ein Kreuz im Wald, und das Rietfonteintje, eine Quelle, deren Wasser den Sassegembeek speist. Im Frühling locken Hasenglöckchen, Buschwindröschen, Salomonssiegel und wilde Narzissen Besucher an.
Der Brakelbos ist auf seinen markierten Wegen frei zugänglich; der Bosmuizenpad (1,7 km) und der Reeënpad (4,4 km) sind im Wald ausgeschildert. Die Fernwanderwege GR5A, GR122, E2 und der Streek-GR Vlaamse Ardennen durchqueren ihn, und der Tweebossenpad (10 km) sowie die Brakelbosroute (10,9 km) beginnen in Opbrakel. Die Taalgrenswandelroute T5 (7,5 km) startet in La Caplette bei D'Hoppe.
Der Wald liegt genau auf der Sprachgrenze: Er geht nahtlos in den Pottelbergbos (Bois du Pottelberg) bei D'Hoppe über, einem Weiler von Vloesberg im wallonischen Pays des Collines. Hier entspringt die Sassegembeek, die früher der einzige Fundort der Bachforelle in den Flämischen Ardennen war; noch heute leben Bachneunauge und Groppe darin.
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