Fort de la Chartreuse, Militärfestung im Stadtteil Amercœur, Lüttich, Belgien
Das Fort de la Chartreuse ist eine Militärfestung auf erhöhtem Gelände in Lüttich mit massiver Steinbauweise aus dem frühen 19. Jahrhundert. Die Anlage besitzt mehrere unterirdische Gänge, Kasematten und Schutzräume, die charakteristisch für die Fortifikationsarchitektur dieser Periode sind.
Die Festung wurde zwischen 1817 und 1823 unter niederländischer Verwaltung auf den Ruinen eines ehemaligen Kartäuserklosters errichtet. Nach der belgischen Unabhängigkeit diente sie bis 1988 als Militäranlage, bevor sie dem natürlichen Verfall und der Bewaldung überlassen wurde.
Das Fort zeigt in seinen Räumen und Gängen Beispiele militärischer Bauweise aus dem 19. Jahrhundert. Die Anlage spiegelt die Entwicklung von Verteidigungskonzepten wider, die damals in der Region üblich waren.
Das Fort liegt auf einem Hügel mit markierten Wegen zum Erkunden der Anlage und ihrer Umgebung. Busse und andere öffentliche Verkehrsmittel halten in der Nähe des Haupteingangs, was die Anreise erleichtert.
Während des Zweiten Weltkriegs nutzte die amerikanische Armee die Anlage kurzzeitig als Feldlazarett. Nach dem Krieg und dem Abzug der Belgier bot das verlassene Fort ein faszinierendes Beispiel für die Rückeroberung eines Ortes durch Vegetation.
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