Palast Karls von Lothringen, Palast aus dem 18. Jahrhundert im Königsviertel, Belgien
Der Palast von Karl von Lothringen ist ein Gebäude aus dem 18. Jahrhundert im königlichen Viertel, das sich durch klassische Architektur mit U-förmigen Fassaden, mittigen Risaliten und Giebeln mit flachreliefs Dekorationen auszeichnet. Die Innenausstattung umfasst fünf Repräsentationssäle mit aufwändiger Dekoration und Kunstwerken aus der Zeit des Barock und des Klassizismus.
Der Palast wurde 1757 auf dem Gelände des ehemaligen Nassaupalastes errichtet und diente als Residenz von Karl Alexander von Lothringen, dem Gouverneur der Habsburger Niederlande. Das Gebäude entstand während der Aufklärung und spiegelt die politische und kulturelle Bedeutung wider, die dieser Region in dieser Zeit zukam.
Die fünf Empfangssäle zeigen Marmorkamine, vergoldete Stuckdekorationen und belgische Wandteppiche, die die architektonischen Vorlieben der österreichischen Niederlande widerspiegeln. Diese Räume vermitteln einen Eindruck davon, wie die wohlhabende Oberschicht während dieser Epoche lebte und sich präsentierte.
Der Palast kann nur mit gebuchten Führungen besichtigt werden, die in mehreren Sprachen angeboten werden und etwa eine Stunde dauern. Das Gebäude ist für Rollstuhlfahrer zugänglich, und Besucher dürfen während der Besichtigung Fotos machen.
Der Rotundensaal beeindruckt durch einen Marmorflur, der aus 28 verschiedenen Arten von belgischem Marmor zusammengesetzt ist und in einem Rosenmuster angeordnet ist. Dieses aufwändige geometrische Design ist eines der seltenen Details, das die Handwerkskunst der Zeit besonders deutlich zeigt.
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