Croix des Fiancés, Gedenkmonument nahe Baraque Michel, Belgien.
Die Croix des Fiancés steht auf dem Plateau der Hohen Venn nahe der Baraque Michel, am alten Vennweg „La Vêquée“ und an der früheren Grenze zwischen Belgien und Preußen. Sie besteht aus einer hohen, schmalen grauen Steinsäule mit verwitterter Schrift nahe der Oberkante und daneben einem dunklen Holzkreuz auf hellem Steinsockel mit kleiner Plakette in der Mitte.
An dieser Stelle stand mindestens seit 1906 ein erstes Kreuz. Das heutige Denkmal wurde am Sonntag, 20. September 1931, am alten Fagnard-Weg „La Vêquée“ und an der ehemaligen Grenze zwischen Belgien und Preußen eingeweiht, zum Gedenken an François Reiff und Marie Solheid, die am 22. Januar 1871 in einem Schneesturm umkamen.
Das Kreuz steht an der alten Fagnardenstraße „La Vêquée“, an der einstigen Grenze zwischen Belgien und Preußen. Es ersetzte ein älteres Kreuz, das mindestens seit 1906 an diesem Ort stand. Das Drama von 1871 inspirierte Stéphane Xhroüet zu dem Film Deux enfants du siècle (Wil & Wâtie), der Anfang 2021 mit Marie Gillain und Ulrich Tukur erschien.
Das Denkmal liegt auf ausgeschilderten Wanderwegen durch das Naturschutzgebiet Hohes Venn und ist gut über die Parkplätze bei der Baraque Michel zu erreichen. Die offene Moorlandschaft kann windig und nass sein, daher sind angemessene Ausrüstung und feste Schuhe wichtig.
Marie Solheids Leiche wurde erst im Frühjahr, zwei Monate nach dem Schneesturm, von einem preußischen Zöllner entdeckt, rund 1.500 Meter von der Gaststätte Baraque Michel entfernt. In ihrem Mieder steckte ein Zettel von der Hand ihres Verlobten: „Marie vient de mourir, et moi, je vais le faire.“ François Reiffs Leiche war zuvor zwei Kilometer weiter auf den Höhen von Solwaster gefunden worden.
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