Baraque Michel, Gasthaus und Gipfel im Hohen Venn, Jalhay, Belgien.
Die Baraque Michel ist ein Gasthaus aus zwei verbundenen Gebäuden auf dem Plateau des Hohen Venns auf 674 Metern. Das linke Gebäude hat eine weiß gestrichene Ziegelfassade im Untergeschoss und einen steinernen Oberbau unter einem steilen Dach aus orange-roten Ziegeln, mit der schwarzen Aufschrift „Relais Brasserie“ über „Fagnard Michel“. Ein niedriger Steinflügel mit dunklem Holzband im Obergeschoss und überdachtem Eingang schließt sich an.
Michel-Henri Schmitz, ein aus Sinzig am Rhein stammender Schneider, ließ sich als Tagelöhner bei Jalhay nieder und eröffnete um 1811–1813 eine erste Unterkunft östlich des heutigen Gebäudes. Seine Familie baute sie vor 1819 wieder auf und verlegte sie, wohl 1854, an den heutigen Standort. Ab 1856 diente die Herberge bis 1886 als Station der preußischen Postkutsche; 1889 zerstörte ein Brand das Gebäude, das am selben Ort wieder errichtet wurde.
Der Name geht auf Michel-Henri Schmitz zurück, einen aus Sinzig stammenden Schneider, der sich um 1811–1813 hier als Gastwirt niederließ. Ab 1827 hing eine Glocke mit der Inschrift „Sancte Petre, ora pro nobis – 1589“ an der Fassade und wurde bei Nebel geläutet, um verirrte Reisende zu leiten; die heutige Glocke ist eine Kopie, das Original, die „Cloche des Égarés“, befindet sich im Museum von Verviers.
Der Ort liegt auf einem exponierten Plateau und kann windig und nass sein, daher sollten Besucher wetterfeste Kleidung mitbringen. Mehrere Wanderwege führen von hier aus durch die geschützte Naturlandschaft und ermöglichen Tagesausflüge in alle Richtungen.
Ein Gedenkkreuz auf dem Gelände erinnert an eine junge Frau, die 1860 während eines Sturms ihr Leben verlor. Diese Erinnerungsstelle zeigt, wie gefährlich die Bedingungen in dieser Region früher für Reisende waren.
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