Höhlen von Goyet, Prähistorisches Höhlensystem in Mozet, Belgien
Die Goyet-Höhlen sind ein Höhlensystem mit mehreren unterirdischen Gängen, das in Kalksteinfelsen etwa 15 Meter über dem Fluss Samson liegt. Die Gänge erstrecken sich über rund 250 Meter und zeigen verschiedene Schichten von Sedimenten aus unterschiedlichen Zeiträumen.
Die Höhle wurde bereits von prähistorischen Menschen bewohnt, doch erst 1867 begann die wissenschaftliche Erforschung durch den Geologen Edouard Dupont. Seine Ausgrabungen zeigten, dass Menschen und frühe Verwandte die Höhle über einen Zeitraum von etwa 115 Jahrtausenden nutzten.
Die Höhle war ein Zufluchtsort für Menschen während der Eiszeit und zeigt durch gefundene Werkzeuge und Schmuckstücke, wie die Bewohner lebten. Besucher können heute sehen, wie diese frühen Menschen den Raum nutzten und welche Gegenstände für ihr tägliches Leben wichtig waren.
Der Zugang erfolgt durch geführte Touren, die jeden Sonntag und während belgischer Schulferien stattfinden und von Archäologen geleitet werden. Gruppen müssen im Voraus anmelden und sind auf maximal 30 Personen begrenzt.
Knochenfunde zeigen Schnittspuren, die darauf hindeuten, dass frühe Menschen gezielt das Mark aus Knochen heraustrennnten. Diese Technik war für ihre Ernährung grundlegend und zeigt eine bewusste Verarbeitungsmethode.
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