Eurométropole Lille-Kortrijk-Tournai, Europäisches territoriales Kooperationszentrum zwischen Lille, Frankreich und Belgien.
Die Eurométropole Lille-Kortrijk-Tournai ist ein grenzüberschreitender europäischer Verbund, der französische, wallonische und flämische Gemeinden in einem einzigen gemeinsamen Gebiet zusammenfasst. Sie koordiniert gemeinsame Projekte in den Bereichen Verkehr, Wirtschaft und öffentliche Dienstleistungen für Menschen, die auf beiden Seiten der Grenze zwischen Frankreich und Belgien leben.
Die Eurométropole wurde 2008 als einer der ersten offiziellen grenzüberschreitenden Verbünde in Europa gegründet. Sie entstand aus der Erkenntnis, dass Städte und Gemeinden entlang dieser Grenze seit Langem enge wirtschaftliche und soziale Verbindungen pflegten, die einen gemeinsamen institutionellen Rahmen erforderten.
Die Eurométropole verbindet drei verschiedene Sprachgemeinschaften: Französisch, Niederländisch und Wallonisch. Wer durch die Grenzstädte reist, bemerkt diesen Wechsel der Sprachen und Gewohnheiten oft von einer Straße zur nächsten.
Da sich das Gebiet über drei Verwaltungsregionen erstreckt, lohnt es sich, vor der Reise zu prüfen, welche Verkehrsverbindungen grenzüberschreitend genutzt werden können. An vielen Grenzübergängen zwischen Frankreich und Belgien gibt es keine Kontrollen mehr, sodass der Übergang in der Regel reibungslos verläuft.
Die Eurométropole ist eine der wenigen grenzüberschreitenden Strukturen in Europa, in der drei verschiedene Sprachen gleichzeitig offiziell anerkannt sind. Das bedeutet, dass offizielle Sitzungen und Dokumente auf Französisch, Niederländisch und manchmal auch auf Wallonisch abgehalten werden können.
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