Les Moëres, Landwirtschaftlicher Polder an der französisch-belgischen Grenze in der Westhoek-Region, Nordeuropa
Les Moëres ist ein Polder, das sich über zwei Länder erstreckt, mit Kanälen und Pumpenstationen, die den Wasserspiegel in der gesamten Region etwa 2,5 Meter unter dem Meeresspiegel halten. Die Bebauung und Landnutzung folgt der jeweiligen nationalen Verwaltung, wobei die französische Seite in den Nord-Departement und die belgische Seite in die Gemeinde Veurne gehört.
Im Jahr 1617 begann Wenceslas Cobergher die Entwässerung dieser Sümpfe unter der Leitung des Erzherzogs Albrecht VII. von Österreich und seiner Frau Isabella. Diese frühen Entwässerungsarbeiten legten den Grundstein für die landwirtschaftliche Nutzung des Gebiets, die bis heute andauert.
Das Gebiet zeigt traditionelle Häuser aus dem 19. Jahrhundert auf beiden Seiten der Grenze, die die architektonische Geschichte Französisch-Flanderns und Belgiens widerspiegeln. Diese Architektur prägt bis heute das Bild der Siedlungen und zeigt, wie sich die Menschen in diesem flachen Land eingerichtet haben.
Das Gelände ist flach und leicht zugänglich, wurde aber künstlich geschaffen und erfordert aktive Wasserkontrolle. Besucher sollten wissen, dass viele Wege durch Pumpenstationen und Kanäle führen, die das Kernstück der Region sind.
Das Gebiet ist einer der niedrigsten Punkte der Region und liegt etwa 4 Meter unter dem Meeresspiegel, was die Notwendigkeit eines ständigen Wassermanagements zeigt. Dieses extreme Entwässerungsprojekt verdeutlicht, wie Menschen durch ingenieurtechnische Lösungen Land aus dem Wasser gewonnen haben.
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