Hôtel Frison, Art Nouveau Herrenhaus im Pentagon Viertel, Brüssel, Belgien.
Das Hôtel Frison ist ein Wohnhaus im Art-Nouveau-Stil im Pentagon-Viertel von Brüssel, mit einer weißen Kalksteinfassade, blauen Steinbändern und schmiedeeisernen Balkonen. Das Dach mit Mansarden-Fenster und Kupfereindeckung prägt das charakteristische Profil des mehrstöckigen Gebäudes.
Maurice Frison, ein sozialistischer Anwalt und Mitglied der Belgischen Arbeiterpartei, beauftragte 1894 Victor Horta mit dem Entwurf dieses Wohnhauses und Bürogebäudes. Das Werk entstand in einer Zeit, als Horta die Grundlagen des belgischen Art Nouveau formte und innovative Lösungen für den städtischen Wohnraum entwickelte.
Das Gebäude verkörpert einen frühen Ausdruck des Jugendstils in Brüssel, mit organischen Formen in Fresken und architektonischen Details, die die Designphilosophie der Zeit widerspiegeln. Diese künstlerischen Elemente prägen das gesamte Erscheinungsbild und zeigen, wie Schönheit und Zweckmäßigkeit in der Wohnarchitektur miteinander verflochten wurden.
Das Haus kann über organisierte Führungen der Stiftung Frison Horta besucht werden, die in der Rue Lebeau 37 angeboten werden und Zugang zu den restaurierten Innenräumen gewähren. Besucher sollten vorab überprüfen, ob Führungen verfügbar sind, da diese regelmäßig stattfinden, aber nicht täglich angeboten werden.
Das Haus verfügt über acht verschiedene Geschossebenen, wobei die Haupttreppe die halbe Breite des Gebäudes einnimmt und so eine unerwartete räumliche Organisation schafft. Diese unkonventionelle Grundrissgestaltung ermöglichte es Horta, Wohnraum auf mehreren Ebenen zu maximieren und gleichzeitig eine eindrucksvolle Treppenhalle zu schaffen.
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