Hôtel de Clèves-Ravenstein, Gotisches Stadthaus im Königsviertel, Belgien
Das Hôtel Ravenstein ist ein Stadthaus aus der Spätgotik in Brüssel, das mit Backstein und Sandstein gebaut wurde und einen zentralen Innenhof besitzt. Die Architektur zeigt typische Merkmale aus dem 15. und 16. Jahrhundert, mit mehreren erhaltenen Details aus dieser Zeit, die heute noch sichtbar sind.
Diese Residenz entstand in der Spätgotik zwischen dem 15. und 16. Jahrhundert, als die Burgundischen Herzöge Brüssel beherrschten. Sie ist das letzte erhaltene Adelhaus aus dieser Periode und zeigt, wie mächtige Familien damals in der Stadt lebten.
Der Name Ravenstein stammt vom Sitz der Herren von Kleve in Ravenstein; die angrenzende Straße erinnert an das jüdische Viertel, das hier bis zu den Verfolgungen von 1370 bestand, wovon die „escalier des Juifs“ zeugt. Im März 1488 empfingen Adolf und Philipp von Kleve hier eine Kommission der Generalstände, die einen Ausweg aus dem Konflikt zwischen Maximilian und den flämischen Ständen suchte. Der Konferenzraum bewahrt eine Eichenbalkendecke mit dem Wappen Philipps von Kleve.
Das Gebäude steht in der Rue Ravenstein Nr. 3 im Königsviertel, neben dem Palais des Beaux-Arts und gegenüber dem Square – Brussels Convention Centre. Es ist um einen gepflasterten Innenhof mit Portikus angelegt; der Hof bewahrt ein Pflaster mit Rosettenmuster aus dem 18. Jahrhundert und eine Sandsteinarkade. Die Straßenfassade ist zu Fuß am leichtesten zu sehen.
Der gepflasterte Hof bewahrt ein Rosettenmuster aus dem 18. Jahrhundert, und ein Sandsteinbogen trägt das Wappen der de Neufforge. Diese Familie kaufte das Haus 1780; Jacques-Henri-Thomas de Neufforge zog sich 1817 hierher zurück, sammelte eine Bibliothek von 100.000 Büchern und verfasste im Haus sein Wappenbuch des Königreichs der Niederlande.
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