Kasteel van Bokrijk, Neorenaissanceschloss in Genk, Belgien.
Das Kasteel van Bokrijk ist eine rotbacksteinige Schlossanlage an der Bokrijklaan in Genk, ab 1891 im maasländischen Neorenaissancestil errichtet. Links steht ein runder Turm mit hohem grauem Kegeldach und Spitze; der Mittelteil hat Reihen rechteckiger Fenster mit weißen Rahmen, ein steiles dunkles Dach und kleine Gauben, während der höhere rechte Flügel ein Fensterraster und ein vorspringendes Walmdach mit kleiner Laterne zeigt. Eine Rasenfläche füllt den Vordergrund.
Edgar Maris kaufte 1889 das Gut Bokrijk und ließ das Schloss ab 1891 im maasländischen Neorenaissancestil nach Plänen des Architekten Jacobus Van Mansfeld errichten. In finanziellen Schwierigkeiten verkaufte er es drei Jahre später an Graf Ferdinand de Meeûs, der die Arbeiten 1898 zum Abschluss brachte und einen rechten Flügel, eine neobyzantinische Kapelle und einen französischen Garten hinzufügen ließ.
Das Schloss steht auf dem Gut Bokrijk, das Edgar Maris 1889 von der Familie Coghen kaufte und das die Middenkredietkas 1937 an die Provinz Limburg verkaufte, die das Provinciaal Domein Bokrijk schuf. Nach 1898 kamen neben dem rechten Flügel eine neobyzantinische Kapelle und ein französischer Garten hinzu.
Das Schloss steht an der Bokrijklaan 8 auf dem Gut Bokrijk und ist über die Straße durch den Provinzialdomäne erreichbar. Seit der Renovierung 2008 dient es der Provinz Limburg und Firmen als Tagungsort; das Innere sieht man daher eher nach Vereinbarung oder bei gebuchten Veranstaltungen.
Das Anwesen war früher Standort einer der größten Geflügelfarmfabriken seiner Zeit mit bis zu 10.000 Hühnern. Zusammen mit landwirtschaftlichen Experimenten prägte diese intensive Nutzung den Charakter des Gutes in den frühen Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts.
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