Triage-Lavoir de Péronnes, Kohlewäsche in Péronnes-lez-Binche, Belgien
Das Triage-Lavoir de Péronnes ist eine Kohlewaschanlage in Belgien mit einer massiven Betonstruktur und mehreren übereinander angeordneten Ebenen. Das Gebäude verbindet komplexe Treppenanlagen und zahlreiche Betonstützen zu einem technisch ambitionierten Ganzen.
1954 in Stahlbeton errichtet und am 20. September eingeweiht, bündelte die Anlage die Kohleaufbereitung der Zechen Péronnes, Ressaix und Trivières anstelle verstreuter Aufbereitungen. Bis 1969 verarbeitete sie über 3.000 Tonnen täglich, dann beendete die Schließung der Gruben Saint-Albert und Sint-Margriete nach 15 Jahren den Betrieb. Am 15. Mai 2003 als Monument eingestuft, entging sie einem für 2000 geplanten Abriss.
Die Anlage verkörpert belgisches Industrieerbe und erhielt 2003 den Status eines geschützten Denkmals, was ihre Bedeutung für die regionale Identität unterstreicht. Heute erinnert sie Besucher an die Zeit, als Bergbau das Leben in dieser Region prägte.
Das Gebäude ist eingezäunt und teilweise noch ungenutzt, daher betrachtet man es von der Straße aus; von dort sind der offene Durchgang unter der Vorderfassade und die abgestufte Dachlinie zu sehen. Die Renovierung begann im September 2005, der Außenbereich sollte bis September 2006 fertig sein, und im Frühjahr 2010 liefen die Arbeiten noch.
Die Anlage wird langfristig ein unterirdisches Archiv für königliche Sammlungen und naturwissenschaftliche Bestände aufnehmen und erhält damit eine völlig neue Bestimmung. Diese umfassende Umnutzung zeigt, wie Industriebauwerke für moderne Zwecke erhalten bleiben.
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