Triage-Lavoir de Péronnes, Kohlewaschanlage in Péronnes-lez-Binche, Belgien
Das Triage-Lavoir de Péronnes ist eine Kohlewaschanlage in Belgien mit einer massiven Betonstruktur und mehreren übereinander angeordneten Ebenen. Das Gebäude verbindet komplexe Treppenanlagen und zahlreiche Betonstützen zu einem technisch ambitionierten Ganzen.
Die Anlage wurde 1954 mit Mitteln des Marshall-Plans errichtet und war das technische Herzstück der Kohleförderung in der Region bis zu ihrer Schließung 1969. Sie entstand in einer Zeit, als diese Gegend vom Bergbau wirtschaftlich geprägt war.
Die Anlage verkörpert belgisches Industrieerbe und erhielt 2003 den Status eines geschützten Denkmals, was ihre Bedeutung für die regionale Identität unterstreicht. Heute erinnert sie Besucher an die Zeit, als Bergbau das Leben in dieser Region prägte.
Der Komplex ist derzeit nicht in Betrieb und kann von außen besichtigt werden, wobei man die Robustheit der Betonkonstruktion deutlich sieht. Restaurierungsarbeiten begannen 2006 und transformieren die Anlage schrittweise für neue Nutzungen.
Die Anlage wird langfristig ein unterirdisches Archiv für königliche Sammlungen und naturwissenschaftliche Bestände aufnehmen und erhält damit eine völlig neue Bestimmung. Diese umfassende Umnutzung zeigt, wie Industriebauwerke für moderne Zwecke erhalten bleiben.
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