Bois-du-Luc, Bergbaukomplex und Industriedorf in La Louvière, Belgien.
Das Bois-du-Luc ist ein Kohlebergbaukomplex in La Louvière, der aus Schachtanlagen, Maschinen- und Lagerhäusern sowie Arbeiterstadtstrukturen besteht. Die Anlage umfasst Wohngebäude, Schulen, medizinische Einrichtungen und Verwaltungsgebäude, die alle nebeneinander stehen und zeigen, wie eine komplette Bergbaugemeinde funktionierte.
Die Grube wurde 1685 eröffnet und wurde zur ältesten noch erhaltenen Kohlemine in Europa. Sie betrieb kontinuierlich bis 1973 und prägte die Wirtschaft und Gesellschaft Walloniens während fast drei Jahrhunderte.
Der Name des Ortes verweist auf den Wald, der einst das Gelände bedeckte, bevor die Bergbauaktivitäten begannen. Heute können Besucher in den erhaltenen Arbeiterwohnungen und Gemeinschaftsräumen sehen, wie Familien hier lebten und zusammenkamen.
Das Gelände ist in geführten Touren zugänglich, die am besten an Wochentagen stattfinden und einen strukturierten Besuch ermöglichen. Bequeme Schuhe sind zu empfehlen, da der Rundgang über unebene Bodenflächen und zwischen verschiedenen Gebäuden führt.
Die Anlage wurde weitgehend unverändert bewahrt, sodass Besucher nicht nur die technischen Systeme sehen können, sondern auch die exakten Layouts der Wohnungen und Gemeinschaftsräume wie in der Blütezeit der Produktion. Dies macht es möglich, die täglichen Lebensbedingungen der Bergleute authentisch nachzuvollziehen.
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