Palais des beaux-arts de Charleroi, Museums- und Theaterkomplex in Charleroi, Belgien.
Das Palais des Beaux-Arts ist ein 1957 nach Plänen des Architekten Joseph André errichtetes Gebäude mit leicht geschwungener Fassade, die sieben Türen zu einem 18 m auf 17 m großen Vestibül öffnen. Dahinter führt eine Rotunde aus acht Säulen aus schwarzem Marmor in den Saal mit 1.800 Plätzen, dessen Wände und Balustraden aus Holz, Böden und Sitze aus rotem Samt sind. Die Bühne misst 20 m Breite und 28 m Tiefe unter einer technischen Decke von 23 m Höhe.
Das jetzige Gebäude wurde 1957 nach Entwürfen von Architekt Joseph André eröffnet und ersetzte das Théâtre des Variétés von 1901. Der Neubau markierte die Modernisierung des kulturellen Angebots der Stadt.
Der Saal war für lyrische Aufführungen konzipiert, doch die Bühnenöffnung und der Orchestergraben erwiesen sich im Betrieb als zu klein. Von 1958 bis 1979 fanden hier die Jahresausstellungen des Cercle artistique et littéraire de Charleroi statt. In der Eingangshalle steht Marino Marinis Skulptur Il Miracolo, flankiert von Reliefs von André Hupet und Alphonse Darville.
Der Haupteingang an der place du Manège führt in ein Vestibül von 18 auf 17 Metern; eine Rotunde mit acht Säulen aus schwarzem Marmor erschließt danach alle Ebenen des Theatersaals, die Ausstellungssäle und die Brasserie. Der Untergeschossraum „La Réserve“ hat einen eigenen Zugang von außen. Da das Gelände rückseitig zum Bach von Lodelinsart abfällt, bietet der Erweiterungsbau von Lhoas & Lhoas mit seiner Glas- und Stahlfassade einen zweiten öffentlichen Zugang.
Das Tanzlokal „La Réserve“ im Untergeschoss betrieb Herman Bernard, Sohn von Gustave Bernard, der das Théâtre des Variétés um 1919 gekauft hatte. Die Tanzfläche bestand von Anfang an aus einem beleuchteten Glasboden; der Raum wird über einen eigenen Außeneingang betreten, nicht über die Haupthalle.
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