Schloss Lontzen, Geschütztes Schloss in Lontzen, Belgien
Schloss Lontzen ist ein quadratisches Steinschloss in Lontzen in der deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens, mit einem Mansarddach und vier Eckschornsteinen. Ein mit Wasser gefüllter Graben umgibt das Gebäude, das über eine Zugbrücke zugänglich ist, und eine kleine Kapelle auf der Westseite sowie schmiedeeiserne Geländer prägen sein äußeres Erscheinungsbild.
Das Schloss geht auf einen Wohnturm aus dem 13. Jahrhundert zurück, der 1288 im Verlauf des Erbfolgekriegs um das Herzogtum Limburg zerstört wurde. In den folgenden Jahrhunderten wurde das Gebäude mehrfach wiederaufgebaut und verändert, bis es die heutige Form annahm.
Über dem Eingangstor ist das Wappen der Familie Grand'Ry in einen Halbrundbogen gemeißelt, was auf eine der wichtigsten Familien hinweist, die das Schloss geprägt haben. An der Südseite tragen Wappensymbole der Familien Harscamp und Rolshausen dazu bei, die Nutzung des Gebäudes durch verschiedene Besitzer nachzuvollziehen.
Das Schloss befindet sich in Privatbesitz und ist nicht zugänglich, sodass nur die Außenansicht betrachtet werden kann. Ein Rundgang um das Gebäude erlaubt jedoch gute Einblicke in den Graben, die Zugbrücke und die Fassadendetails.
Zwei Rundtürme aus der ursprünglichen Umfassungsmauer stehen noch, einer nahe dem Eingang und einer, der über das verzierte Südportal auskragt. Ihr Erhalt zeigt, dass das heutige Schloss auf den Resten einer mittelalterlichen Wehranlage steht.
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