Hanging Gardens of Thuin, Geschützte Terrassengärten in Thuin, Belgien.
Die Hängenden Gärten von Thuin sind terrassenförmig angelegte Gärten auf einer Bergseite mit über 200 einzelnen Parzellen voller Gemüse, Obstbäume und Blütenpflanzen. Die Beete folgen der natürlichen Topografie und schaffen ein Mosaik aus verschiedenen Kulturen und Grünflächen, die sich über mehrere Höhenlagen erstrecken.
Die Gärten wurden 1976 offiziell unter Schutz gestellt und erhielten 2016 die Auszeichnung als außergewöhnliches Kulturerbe Walloniens. Diese Anerkennung spiegelt die lange Bedeutung des Ortes für die landwirtschaftliche und soziale Geschichte der Region wider.
Die Gärten werden von Einwohnern gepflegt, die ihre Beete nach überlieferten Methoden bewirtschaften und damit eine lange landwirtschaftliche Tradition am Leben erhalten. Dieses Wissen wird innerhalb der Gemeinschaft weitergegeben und prägt das tägliche Leben der Gärtner.
Der Zugang erfolgt über drei Haupteingänge zu den Wegen zwischen den Beeten, wobei Informationsschilder die Flora erklären und Orientierungshilfen bieten. Es empfiehlt sich, bequeme Schuhe anzuziehen, da die Wege zwischen den Terrassenstufen anspruchsvoll sein können.
Die Steinmauern zwischen den Beeten speichern Wärmestrahlung und schaffen ein besonderes Mikroklima, in dem mediterranen Pflanzen auch in diesem belgischen Umfeld gedeihen können. Diese natürliche Wärmespeicherung ermöglicht Gärtnern, Sorten anzubauen, die sonst in dieser Gegend nicht üblich wären.
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