Église Saint-Georges, Katholische Kirche in Marloie, Belgien.
Die Église Saint-Georges ist eine katholische Kirche in Marloie, Gemeinde Marche-en-Famenne, die 1954 nach einem modernistischen Entwurf des ortsansässigen Architekten Victor Sarlet erbaut wurde. Ihr 30 Meter hoher Backsteincampanile steht neben einer cremefarbenen Fassade mit einem Mosaik von 1955, das Christkönig zeigt, ein Werk des Franzosen Maurice Rocher, umgeben von acht Figuren, darunter der heilige Georg, Petrus und Paulus. Im Inneren befinden sich Kupferstatuen von Zéfir Busine und Georges Boulmant, Glasfenster von Louis-Marie Londot und eine Orgel aus dem Pavillon des Heiligen Stuhls der Weltausstellung Brüssel 1958.
Eine Kirche von Marloie wird in der Bulle Omne datum optimum Papst Innozenz' II. von 1139 genannt; die ältesten Bauspuren führen auf eine Kapelle des 17. Jahrhunderts am Ort der heutigen Kirche zurück. Die Pfarrei wurde am 28. April 1895 errichtet, erster Pfarrer war Abbé Antoine Daras; 1905 wurde die Kirche nach Eröffnung der Bahnlinie Namur–Arlon erweitert. Am 21. Mai 1944 traf ein alliiertes Flugzeug einen deutschen Zug mit 450 Tonnen TNT im Bahnhof Marloie: 42 Tote, die Kirche wurde abgebrochen, ab 1954 in Beton neu gebaut und am 17. Oktober 1956 von Bischof Charue geweiht.
Die Pfarrei steht unter dem Patronat des heiligen Isidor, und die Kirche bewahrt einen behauenen Stein von 1606 aus der alten Kapelle, der in eine 1977 nahe dem Plateau von Gerny wiedererrichtete Isidorkapelle eingefügt wurde. Der Raum rechts des Haupteingangs, ursprünglich die Taufkapelle, ist heute der nach dem ersten Pfarrer benannte Saal „Abbé Daras“, der für den Katechismus und als Bibliothek dient.
Die Kirche steht an der Hauptstraße durch Marloie in der Gemeinde Marche-en-Famenne. Der Eingang liegt an der Vorderfassade unter dem Mosaik Christkönigs; der frühere Baptisterium, heute der für Katechese und als Bibliothek genutzte Raum „Abbé Daras“, befindet sich rechts der Haupttür. Der 30 Meter hohe Campanile erhebt sich links.
Der 30 Meter hohe Campanile birgt drei Glocken: Zwei, dem heiligen Isidor und dem heiligen Antonius geweiht, stammen aus der 1944 zerstörten Kirche, während die 950 kg schwere, Maria Himmelfahrt geweihte Bourdon-Glocke 1955 gegossen wurde.
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