Kotel, Stadt in der Oblast Sliwen, Bulgarien
Kotel ist eine Stadt und der Verwaltungssitz der gleichnamigen Gemeinde in der bulgarischen Region Sliven, eingebettet in das Balkangebirge. Die Altstadt besteht aus traditionellen Häusern entlang enger, gewundener Gassen, die sich an den Hängen entlangziehen.
Kotel entwickelte sich vor allem im 18. Jahrhundert zu einem wichtigen Handels- und Handwerkszentrum innerhalb des Osmanischen Reiches. Die Stadt war besonders für ihre Teppichweber bekannt und brachte mehrere führende Persönlichkeiten der bulgarischen nationalen Wiedergeburt hervor.
Der Name Kotel stammt aus dem Türkischen und bedeutet so viel wie "Kessel", was auf die Form des Talkessels hinweist, in dem die Stadt liegt. Wer durch die Altstadt spaziert, sieht noch heute Häuser aus dem 18. und 19. Jahrhundert mit Holzbalkonen und Steinsockeln.
Die Altstadt liegt an einem Hang, daher sollte man auf unebenes Pflaster und steile Abschnitte vorbereitet sein. Festes Schuhwerk ist empfehlenswert, besonders nach Regen, wenn die Pflastersteine rutschig werden können.
Kotel ist der Geburtsort von Georgi Rakovski, einer der zentralen Figuren im Kampf für die bulgarische Unabhängigkeit im 19. Jahrhundert. In der Stadt gibt es ein ihm gewidmetes Museum, das in einem erhaltenen Haus aus der Wiedergeburtszeit untergebracht ist.
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