Weliko Tarnowo, Mittelalterliche Stadt in Nordbulgarien.
Veliko Tarnovo ist eine Bezirkshauptstadt im nördlichen Bulgarien, die sich über mehrere Hügel erstreckt und von den Schleifen des Jantra durchzogen wird. Die Stadtteile kleben an steilen Hängen und bieten freie Blicke über die Flusswindungen, während schmale Gassen die verschiedenen Höhenlagen miteinander verbinden.
Die Siedlung wurde zur Hauptstadt des Zweiten Bulgarischen Reiches im 12. Jahrhundert und blieb für etwa zwei Jahrhunderte das politische Zentrum der Region. Nach dem Untergang des Reiches verlor sie ihre zentrale Rolle und wurde erst später als regionales Verwaltungszentrum wiederbelebt.
Der Name der Stadt stammt aus der slawischen Sprache und bedeutet vermutlich großer Dornbusch, ein Hinweis auf die einstige Vegetation der Gegend. Heute gehört es zu den regionalen Zentren für Bildung und Handwerk, wobei viele Werkstätten traditionelle Textilien und Schmuck herstellen.
Die Altstadt lässt sich am besten zu Fuß erkunden, wobei festes Schuhwerk wegen der Kopfsteinpflaster und Anstiege empfehlenswert ist. Bushaltestellen befinden sich im Zentrum und bieten Verbindungen zu anderen Regionen sowie zu nahegelegenen Dörfern.
In der Straße Gurko ragen die Obergeschosse vieler Häuser über die unteren Etagen hinaus und bilden so eine Art Vordächer über den Gehwegen. Diese Bauweise entstand ursprünglich, um mehr Wohnfläche auf begrenztem Grund zu schaffen, und prägt heute das Ortsbild.
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