Belene, Arbeitslager auf der Insel Belene, Bulgarien
Das Belene-Arbeitslager befand sich auf einer Insel zwischen zwei Donau-Armen und nutzte die natürlichen Wasserläufe als Barrieren für die Gefangenen. Die Insel war in Zonen aufgeteilt: Im Westen steht heute eine aktive Gefängnisanlage, während der Osten als Naturschutzgebiet fungiert.
Das Lager wurde im April 1949 vom kommunistischen Regime eingerichtet und erreichte seine größte Ausdehnung 1952 mit über 7.000 Insassen ohne formelle Verurteilung. Es diente jahrzehntelang als wichtiges Unterdrückungsinstrument des Staates.
Zeitzeugenberichte ehemaliger Häftlinge wie Haralan Popow berichten von der Verfolgung politischer Gefangener unter dem kommunistischen Regime. Diese Aussagen zeigen, wie Menschen aus verschiedenen Schichten für ihre Überzeugungen leiden mussten.
Der Westteil der Insel ist eine aktive Gefängnisanlage und nicht öffentlich zugänglich, während der Osten frei besucht werden kann. Besucher sollten sich vorab informieren, welche Bereiche einsehbar sind und wie die Führungen oder Zugänge geregelt werden.
In den 1980er Jahren internierte das Regime Angehörige der türkischen Minderheit, die sich weigerten, ihre Namen entsprechend staatlichen Vorgaben zu ändern. Diese Verfolgung richtete sich gezielt gegen ethnische und kulturelle Identität.
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