Kloster Roschen, Orthodoxes Kloster in den Pirin-Bergen, Bulgarien
Das Rozhen-Kloster ist eine orthodoxe Anlage in den Pirin-Bergen im Südwesten Bulgariens, zwischen den Dörfern Melnik und Rozhen. Die Gebäude bilden ein sechseckiges Ensemble mit Wohntrakt, Wirtschaftsräumen und der Geburtskirche in der Mitte des Hofes.
Ein Stifter gründete die Anlage im Jahr 1201 und erhob sie zu einem geistigen Zentrum der Region. Die Hauptkirche und der Südflügel entstanden im 16. Jahrhundert unter bulgarischer Förderung, nachdem das Kloster an Bedeutung gewonnen hatte.
Der Name leitet sich von einem alten Wort für Erdbeerplantagen ab, die einst die Hänge bedeckten. Mönche pflegen heute noch Weinstöcke und Gärten innerhalb der Mauern, wie es seit Jahrhunderten üblich ist.
Der Weg von Melnik führt durch Weinberge und dauert etwa eine Stunde zu Fuß, alternativ ist ein kurzer Transfer mit dem Fahrzeug möglich. Führungen zeigen den Kirchenraum und die Klostergalerie, wobei bescheidene Kleidung erwartet wird.
Eine Ikone der Heiligen Jungfrau aus dem Jahr 1790 gilt als wundertätig und zieht am 8. September zahlreiche Pilger an. Die hölzerne Ikonostase im Innenraum zeigt über 100 Heiligenfiguren in aufwendiger Schnitzarbeit aus dem 18. Jahrhundert.
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