Augustów-Kanal, Historischer Kanal in der Woiwodschaft Podlachien, Polen
Der Augustów-Kanal ist ein künstlich angelegter Wasserweg von etwa 103 Kilometern in Nordostpolen und Westweiβrussland, der die Flüsse Weichsel und Memel verbindet. Das System umfasst achtzehn Schleusen unterschiedlicher Bauweise und nutzt natürliche Seen sowie eiszeitliche Senken in der Landschaft.
Der Kanal wurde 1824 vom Ingenieur Ignacy Prądzyński begonnen und 1839 fertiggestellt, nachdem Preußen Handelsrouten blockiert hatte. Das Projekt war eine Lösung, um die Region wieder mit internationalen Wasserwegen zu verbinden.
Der Kanal trägt die Namen polnischer und belarussischer Orte an seinen Ufern und zeigt das gemeinsame Erbe beider Länder. Besucher können noch heute die historischen Schleusenmeisterhäuser und Steindenkmäler sehen, die die Verbindung dieser Regionen widerspiegeln.
Der Kanal ist heute teilweise begehbar und es gibt Treidelpfade entlang vieler Abschnitte für Wanderer und Radfahrer. Besucherinfozentren an bestimmten Schleusen bieten Informationen zu Geschichte und Betrieb der Anlage.
Die Anlage nutzt zehn Seen, darunter der Mikaszówek und der Białe-See, die natürliche Bestandteile des ursprünglichen Verkehrssystems sind. Diese Seen waren bereits vor dem Kanalbau vorhanden und wurden intelligent in das Projekt integriert.
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