Saint Sophia Cathedral in Polotsk, Orthodoxe Kathedrale in Polozk, Belarus
Die Sophienkathedrale in Polazk ist eine orthodoxe Kathedrale am rechten Ufer der Düna, deren weiße Fassade aus Ziegelmauerwerk mit fünf grünen Kuppeln gekrönt wird. Das Innere beherbergt heute ein Architekturmuseum mit erhaltenen Fragmenten mittelalterlicher Fresken und Grundmauern aus dem 11. Jahrhundert.
Fürst Wseslaw Brjatscheslawitsch ließ die Kathedrale zwischen 1044 und 1066 errichten, wobei sie zu den ersten gemauerten Kirchen auf dem Gebiet des heutigen Belarus gehört. Im 18. Jahrhundert wurde das Gebäude nach Kriegszerstörungen im Stil des Wilnaer Barocks umgebaut und erhielt dabei sein heutiges Aussehen.
Der Name Sophienkathedrale stammt aus der byzantinischen Tradition und verbindet das Gebäude mit den berühmten Sophienkathedralen in Kiew und Nowgorod. In den Innenräumen finden heute regelmäßig Konzerte statt, da die Akustik unter den Gewölben für geistliche Musik und Choraufführungen besonders gut geeignet ist.
Die Kathedrale öffnet täglich ihre Türen, wobei Besucher das Museumsgelände auf eigene Faust erkunden und die erhaltenen Mauerfragmente betrachten können. Bei Konzerten empfiehlt sich ein rechtzeitiges Erscheinen, da die Sitzplätze im Innenraum begrenzt sind und sich schnell füllen.
Unter dem Fußboden wurden bei Ausgrabungen Gruften von 16 Polazker Fürsten aus dem 11. Jahrhundert entdeckt, die belegen, dass die Kathedrale als fürstliche Begräbnisstätte diente. Das Gebäude beherbergt außerdem eine historische Orgel, die bei regelmäßigen Aufführungen ihre besondere Klangqualität entfaltet.
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