Belcherinseln, Archipel im Südosten der Hudson Bay, Kanada
Die Belcher Islands bilden eine Inselgruppe mit etwa 1.500 einzelnen Inseln in der Hudsonbai. Die bewohnte Siedlung Sanikiluaq liegt auf einer der Inseln und dient als Hauptzentrum für die spärlich besiedelte Gegend.
Henry Hudson erblickte die Inseln erstmals 1610 während seiner Erkundungsfahrten. Eine systematische Kartographierung fand erst anfang des 20. Jahrhunderts statt, als wissenschaftliche Expeditionen die Region untersuchten.
Die Inuit-Siedlung nutzt ihre Umgebung für traditionelle Jagd und Fischerei, was im Alltag sichtbar ist. Vor Ort wird die Kunst des Seifenstein-Schnitzens gepflegt, wobei Künstler Rohmaterial von nahe gelegenen Inseln verarbeiten.
Der Zugang erfolgt hauptsächlich über einen Flugplatz bei Sanikiluaq, der die einzige regelmäßige Verbindung nach außen bietet. Besucher sollten sich auf extreme arktische Bedingungen und begrenzte Infrastruktur einstellen.
Unter den Inseln finden sich Felsformationen aus der Frühproterozoikum-Ära mit Microfossilien, die über 2 Milliarden Jahre alt sind. Diese geologischen Schichten zählen zu den ältesten bekannten Spuren einstigen Lebens auf der Erde.
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