Labrador, Geografische Region im Nordosten Kanadas
Diese Region im Nordosten Kanadas erstreckt sich über eine riesige Fläche aus felsigem Plateau, durchzogen von unzähligen Seen und Flüssen, die in den Atlantik münden. Die Küste ist zerklüftet und wechselt zwischen steilen Klippen, schmalen Buchten und weiten Stränden, während das Landesinnere von Tundra und borealen Wäldern dominiert wird.
Ein portugiesischer Seefahrer erreichte diese Halbinsel Ende des 15. Jahrhunderts und gab ihr unfreiwillig seinen Namen. Später kamen Walfänger, Fischer und Pelzhändler, bis im 20. Jahrhundert große Bergwerke und Wasserkraftwerke die Wirtschaft veränderten.
Inuit-Gemeinden sprechen ihre eigene Sprache und praktizieren traditionelle Fischerei- und Jagdtechniken, die Besucher in den Küstenorten beobachten können. In mehreren Dörfern sieht man noch heute die Holzhäuser und Bootswerften, die seit Generationen das tägliche Leben prägen.
Die Entfernungen sind enorm und viele Orte liegen weit voneinander entfernt, daher sollte man Fahrten und Aufenthalte sorgfältig planen. Das Wetter ändert sich schnell, besonders entlang der Küste, und warme Kleidung ist selbst im Sommer oft nötig.
Der höchste Gipfel des östlichen Festlands liegt im äußersten Norden, umgeben von kargen Bergen, die von Gletschern geformt wurden. Eisbären wandern manchmal bis zur Küste und sind in bestimmten Gebieten häufiger als in anderen Teilen Kanadas.
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