Sudbury-Becken, Einschlagkrater in Ontario, Kanada
Das Sudbury Basin ist ein Einschlagkrater in Ontario, Kanada, der sich über etwa 62 Kilometer erstreckt und große Mengen an Nickel, Kupfer und Platinmetallen in seinem Gestein birgt. Der Krater liegt nordwestlich der Stadt Sudbury und bildet eine deutlich erkennbare ovale Senke, die von waldbedeckten Hügeln und zahlreichen Seen durchzogen wird.
Ein riesiger Komet traf die Erde vor 1,85 Milliarden Jahren und hinterließ eine der größten bekannten Einschlagstrukturen weltweit. Bergbauarbeiten begannen im späten 19. Jahrhundert, nachdem Arbeiter beim Bau der Eisenbahn auf metallhaltige Gesteine stießen.
Der Name verweist auf die nordenglische Stadt Sudbury, von der die ersten Siedler abstammten, während die kreisförmige Grundstruktur selbst heute noch in der Landschaft sichtbar bleibt. Einheimische nutzen die Seen und Wälder innerhalb des Einschlaggebiets für Angeln, Wandern und andere Freizeitbeschäftigungen, die seit Generationen hier stattfinden.
Mehrere Bildungseinrichtungen in der Gegend bieten Programme und Führungen an, bei denen Besucher die geologischen Formationen und Bergbauanlagen näher kennenlernen können. Die Routen führen durch verschiedene Teile der Einschlagzone und sind meist im Sommer und Frühherbst zugänglich.
Die NASA wählte diese Region aus, um Astronauten der Apollo-16-Mission auf die Arbeit auf der Mondoberfläche vorzubereiten, da die Felsformationen Strukturen ähnelten, die man dort vermutete. Bis heute trainieren Wissenschaftler und Forscher hier für Weltraummissionen und Experimente in extremen geologischen Bedingungen.
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