Sankt-Lorenz-Strom, Internationaler Fluss zwischen Ontario, Quebec und New York, Nordamerika.
Der Sankt-Lorenz-Strom ist ein großer Fluss, der vom Ontariosee bis zur Mündung in den Atlantik fließt und die kanadischen Provinzen Ontario und Québec mit dem US-Bundesstaat New York verbindet. Der Wasserlauf wechselt von breit und ruhig bei Kingston bis zu einem enger werdenden Korridor bei Montréal und öffnet sich dann wieder vor Québec City.
Die Europäer erreichten das Gebiet im frühen 16. Jahrhundert, als Samuel de Champlain 1603 die Ufer dokumentierte und damit den Strom zur Hauptroute für Pelzhandel und Kolonisierung machte. Der Bau des Seewegs in den 1950er Jahren veränderte den Wasserlauf durch ein System von Schleusen und Kanälen.
Der Name geht auf den Tag des Heiligen Laurentius zurück, den der französische Entdecker Jacques Cartier im Jahr 1535 wählte, als er die Gewässer erreichte. Die Ufer sind durch unterschiedliche Sprachen geprägt: Englisch im Westen und Französisch weiter östlich, was sich in Ortsnamen und Alltag der Anwohner zeigt.
Die Strömung variiert entlang der Strecke, mit ruhigeren Abschnitten in der Nähe der Großen Seen und stärkeren Bewegungen weiter flussabwärts. Der Wasserstand schwankt je nach Jahreszeit, was sich auf den Schiffsverkehr und die Zugänglichkeit der Ufer auswirkt.
Im östlichen Abschnitt schwimmen im Sommer manchmal Glattwale aus dem Nordatlantik, die sich nach der Wanderung ausruhen. Weiter westlich liegen die Thousand Islands, eine Ansammlung von mehr als tausend kleinen Inseln, die sich über mehrere Kilometer erstrecken und das Wasser in schmale Gassen teilen.
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