Bellevue House, Viktorianisches Wohnmuseum in Kingston, Kanada
Das Bellevue House ist ein viktorianisches Wohnhaus aus den 1840er Jahren in Kingston, Ontario, das heute als nationales Denkmal und Museum zugänglich ist. Das zweigeschossige Gebäude ist mit originalgetreuen Möbeln, Alltagsgegenständen und Einrichtungen ausgestattet, die den Zustand aus der Mitte des 19. Jahrhunderts widerspiegeln.
Das Haus wurde in den 1840er Jahren erbaut und war zeitweise der Wohnsitz von Sir John A. Macdonald, der später Kanadas erster Premierminister werden sollte. In den darauffolgenden Jahrzehnten wechselte das Gebäude mehrfach den Besitzer und verfiel, bevor es Mitte des 20. Jahrhunderts vom Staat übernommen und restauriert wurde.
Das Bellevue House zeigt, wie eine wohlhabende Familie im viktorianischen Kanada ihren Alltag gestaltete, durch original eingerichtete Zimmer mit Möbeln, Kleidung und Haushaltsgegenständen aus der Zeit. Wer durch die Räume geht, bekommt ein konkretes Bild davon, was damals als guter Geschmack und gehobener Lebensstil galt.
Das Haus befindet sich in einem ruhigen Wohnviertel von Kingston und ist zu Fuß oder mit dem Auto leicht erreichbar. Für einen vollständigen Rundgang durch alle Räume sollte man etwa eine Stunde einplanen, da Führungen und interaktive Stationen zusätzliche Zeit beanspruchen können.
Das Gebäude gilt als eines der ältesten erhaltenen Beispiele des sogenannten Italienischen Villenstils in Kanada, einer Bauweise, die damals in Nordamerika noch sehr selten war. Dieser Stil, mit seinem auffälligen Turm und den breiten Veranden, war für das Kingston der 1840er Jahre äußerst ungewöhnlich.
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