Fort Longueuil, Archäologische Stätte und nationale historische Festung in Le Vieux-Longueuil, Kanada.
Fort Longueuil ist eine archäologische Stätte einer ehemaligen Befestigungsanlage mit Wachhäusern, einer Kapelle und Wohngebäuden, deren Überreste unter der heutigen Kathedrale Saint-Antoine-de-Padoue liegen. Die Ruinen erstrecken sich unter dem modernen Stadtzentrum von Longueuil und können teilweise durch spezielle Aussichtspunkte besichtigt werden.
Charles Le Moyne de Longueuil erbaute die Festung zwischen 1685 und 1690 als Verteidigungsanlage gegen Angriffe der Irokesen während der französischen Besiedlung. Die Befestigung spielte eine wichtige Rolle bei der Sicherung der französischen Kolonialinteressen in dieser Region.
Die Festung zeigt französische Kolonialarchitektur aus Quebec, mit Elementen, die später bei der Errichtung der Kathedrale Saint-Antoine-de-Padoue im Jahr 1887 integriert wurden. Besucher können diese architektonische Verbindung zwischen der frühen Verteidigungsanlage und dem späteren religiösen Gebäude nachvollziehen.
Die archäologischen Überreste der Festung können durch ein Schaufenster im Boden der Royal Bank of Canada Filiale besichtigt werden. Es empfiehlt sich, bei Besuchen in der Innenstadt von Longueuil einen Blick auf diese unterirdischen Strukturen zu werfen.
Charles Le Moyne wurde im Jahr 1700 die einzige kanadische Person, die von einem französischen Monarchen in den Baronstand erhoben wurde. Diese seltene Auszeichnung unterstrach seine Bedeutung bei der Entwicklung der französischen Kolonien in Nordamerika.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.