Pont Jacques-Cartier, Auslegerbrücke in Ville-Marie, Kanada
Die Jacques Cartier Bridge ist eine Auslegerbrücke über den Sankt-Lorenz-Strom in Ville-Marie, die Montreal mit Longueuil verbindet und sich über 2687 Meter erstreckt. Sie bietet fünf Fahrspuren für Kraftfahrzeuge sowie separate Wege für Fußgänger und Radfahrer, die auf beiden Seiten der Fahrbahn verlaufen.
Der Ingenieur Philip Louis Pratley entwarf die Stahlkonstruktion, die 1930 als Harbour Bridge eröffnet wurde und zunächst den Hafen mit dem Südufer verband. Vier Jahre später erhielt das Bauwerk seinen heutigen Namen zum Gedenken an die erste Reise des französischen Entdeckers in diese Gewässer im Jahr 1534.
Das Bauwerk trägt seit 1934 seinen heutigen Namen und erinnert damit an die erste Ankunft Jacques Cartiers in dieser Region im Jahr 1534. Die abendliche Beleuchtung verändert sich kontinuierlich und spiegelt Umweltdaten wie Wind, Temperatur oder Jahreszeiten in unterschiedlichen Farbmustern wider, die über den gesamten Fluss hinweg sichtbar sind.
Die Fahrbahn für Autos verläuft in der Mitte, während die Geh- und Radwege an den Außenseiten liegen und einen freien Blick auf den Fluss ermöglichen. Die Querung zu Fuß oder mit dem Fahrrad dauert je nach Tempo zwischen 30 und 45 Minuten und erfordert eine gewisse Ausdauer wegen der Steigungen.
Der Verlauf der Fahrbahn weicht zweimal leicht von der geraden Linie ab, einmal durch die sogenannte Craig-Kurve und ein weiteres Mal, um das Grundstück einer Seifenfabrik zu umgehen, die sich weigerte zu verkaufen. Diese Abweichungen sind beim Überqueren kaum wahrnehmbar, prägen aber die charakteristische Silhouette der Brücke, wenn man sie aus der Ferne betrachtet.
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