Jones Falls Dam, Bogenstaumauer und Schleusensystem in Rideau Lakes, Ontario, Kanada.
Der Jones Falls Dam ist eine steinerne Bogenstaumauer am Rideau Canal in Rideau Lakes, Ontario, erbaut 1828–1831. Sein Mauerwerk aus Potsdam-Sandstein ist 17,3 m hoch über dem Felsfundament, an der Basis 8,2 m und oben 3,7 m dick; ein Erddamm auf der Krone fügt etwa 1,2 m hinzu. Vor den behauenen Steinen liegt eine 1,5 m dicke Schicht aus verpresstem Bruchstein, da geeigneter Ton ausging; das Tosbecken reicht etwa 50 m weit.
Das Bauwerk wurde zwischen 1828 und 1831 unter britischer Aufsicht erbaut und war bei seiner Fertigstellung das höchste seiner Art in Nordamerika. Sein Bau markierte einen Meilenstein in der Ingenieurtechnik der frühen 1800er Jahre.
Die Steinfläche des Damms trägt den Beinamen „Whispering Dam“: Wer an einem Ende in normaler Lautstärke spricht, ist am anderen Ende zu hören, weil der Schall entlang der gewölbten Mauer läuft. In den Steinen sind noch die Vertiefungen der großen Holzzangen zu sehen, mit denen sie versetzt wurden.
Der Damm liegt am Kopf einer Felsschlucht, halbwegs an den früheren Stromschnellen, die Schleusen daneben. Die 1827 vom Steinbruch bei Elgin nach Jones Falls gebaute Straße diente dem Steintransport und ist noch der Zugang. Zu Fuß geht man zwischen Dammkrone und Schleusenkammern; die Bogenfläche und die Zangeneindrücke in den Steinen sind beim Gehen zu sehen.
Der Steinbau verursacht interessante Schalleffekte, bei denen Lärm und Stimmen an der Oberfläche zurückhallen und ein besonderes akustisches Phänomen entsteht. Diese natürliche Eigenschaft der Architektur überrascht viele Besucher, die über die Struktur gehen.
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