Blüemlisalp, Bergmassiv in den Berner Alpen, Schweiz
Die Blüemlisalp ist ein stark vergletschertes Massiv der Berner Alpen, ganz auf Berner Boden. Ihr Hauptgrat trägt von West nach Ost vier Gipfel: Oeschinenhorn (3486 m), Blüemlisalphorn (3660 m), Wyssi Frau (3648 m) und Morgenhorn (3620 m). Drei weitere Gipfel – Blüemlisalp-Rothorn, Stock und Wildi Frau – sind auf der Nordseite vorgelagert, während die Südflanke in steilen Felswänden zum Kanderfirn abfällt.
Der Berg wurde erstmals am 27. August 1860 von einer Gruppe von Bergsteigern erklommen, darunter Leslie Stephen und der erfahrene Bergführer Melchior Anderegg. Diese Besteigung markiert einen wichtigen Moment in der Geschichte des Alpinismus dieser Region.
Der Name Blüemlisalp ist mit einer Sage verbunden: Ein hochmütiger Senn liess um sein Haus einen Weg aus Käselaiben bauen, die Fugen mit Butter gefüllt; der Fluch seiner Mutter begrub die Alp unter Eis. Das Massiv erscheint in Friedrich Dürrenmatts Erzählung Winterkrieg in Tibet und im Lied Alperose von Polo Hofer. Ein Schaufelraddampfer auf dem Thunersee und die Thuner Sektion des Schweizer Alpen-Clubs tragen den Namen.
Die Route beginnt bei der Blümlisalphütte auf 2840 Metern, wo Wanderer Ausrüstung und Erfahrung im Umgang mit Gletschern mitbringen sollten. Kletterausrüstung ist erforderlich, um die steilen Passagen sicher zu bewältigen.
Die Nordseite des Massivs ist von Firnfeldern bedeckt, die vom Schweizer Mittelland und bei klarer Sicht selbst von den höheren Gipfeln des Schwarzwaldes aus zu sehen sind. Der Blüemlisalpgletscher entwässert diese Felder über den Oeschinensee in die Kander.
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