Oberrheinische Tiefebene, Geologisches Tiefland zwischen Basel und Frankfurt, Deutschland und Frankreich.
Das Oberrheinische Tiefland erstreckt sich über 350 Kilometer am Rhein entlang und bildet ein bis zu 50 Kilometer breites Tal zwischen Vogesen und Schwarzwald. Der Fluss windet sich durch Auwälder, Kiesinseln und weite Felder, die an vielen Stellen von Deichen begrenzt werden.
Die Ebene entstand vor etwa 30 Millionen Jahren durch tektonische Absenkung zwischen zwei Gebirgszügen und füllte sich danach mit Sedimenten. Im Jahr 1815 machte der Wiener Kongress den Rhein zur internationalen Wasserstraße und öffnete die Ebene für grenzüberschreitenden Handel.
Die Region verbindet alemannische Dialekte im Süden mit fränkischen Sprachformen weiter nördlich und zeigt in den Dörfern häufig Fachwerkhäuser mit steilen Dächern. Weinberge an den Hängen und Tabakfelder auf den flachen Böden prägen seit Jahrhunderten die Landschaft und die örtliche Küche.
Wanderwege und Radrouten durchziehen die Ebene und nutzen oft alte Dammwege entlang des Flusses oder folgen den Bewässerungskanälen. Zugverbindungen verbinden größere Städte mit kleineren Orten, während Autofähren an einigen Stellen den Fluss überqueren.
Die Ebene enthält einen der größten Grundwasserleiter Europas, der unter dem sandigen Boden fließt und Millionen Menschen mit Trinkwasser versorgt. An einigen Stellen kann man noch die alten Mäander des Rheins sehen, die vor der Begradigung im 19. Jahrhundert den Flusslauf bestimmten.
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