Internationale Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung, Internationale Hilfsorganisation in Genf, Schweiz
Die Internationale Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung ist eine weltweite humanitäre Organisation in Genf, die in 192 Ländern medizinische Nothilfe, Katastrophenschutz und Unterstützung für betroffene Gemeinschaften bereitstellt. Nationale Gesellschaften koordinieren Blutspendeprogramme, betreiben mobile Krankenhäuser und verwalten Nothilfeteams, die während Krisen lebenswichtige Güter verteilen.
Fünf Gründer schufen die Organisation 1863, nachdem Henry Dunant das Leiden verwundeter Soldaten in der Schlacht von Solferino miterlebt hatte. Die erste Genfer Konvention wurde ein Jahr später unterzeichnet und etablierte internationale Regeln zum Schutz von Kriegsopfern.
Die Bewegung nutzt drei unterschiedliche Schutzsymbole, darunter das rote Kreuz, den roten Halbmond und den roten Kristall, um religiöse und kulturelle Identitäten weltweit zu respektieren. Diese Symbole sind rechtlich geschützt und markieren medizinisches Personal sowie Einrichtungen in Konfliktgebieten, was ihre neutrale Rolle im humanitären Einsatz sichtbar macht.
Besucherinnen und Besucher können das Internationale Rotkreuz- und Rothalbmondmuseum in Genf besuchen, um mehr über die Einsätze und Prinzipien der Bewegung zu erfahren. Interaktive Ausstellungen zeigen die tägliche Arbeit von Freiwilligen und Fachkräften in Krisenregionen weltweit.
Die Organisation erhielt 1990 einen besonderen Beobachterstatus bei der Generalversammlung der Vereinten Nationen, der ihre diplomatische Rolle im internationalen humanitären Völkerrecht anerkennt. Als einzige private Institution kann sie an Debatten teilnehmen und Erklärungen zu humanitären Fragen abgeben.
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