Oeschinensee, Alpensee im Berner Oberland, Schweiz
Der Oeschinensee ist ein Alpensee in den Berner Alpen, umgeben von steil aufragenden Bergwänden und grünen Wiesen. Das Wasser liegt etwa 1.600 Meter hoch und ist von einer wilden, unverbauten Berglandschaft geprägt.
Das Gebiet wurde 2007 als Teil des UNESCO-Welterbes Jungfrau-Aletsch-Bietschhorn anerkannt, da es geologische und natürliche Besonderheiten aufweist. Diese Auszeichnung schützt die Berglandschaft vor Veränderungen und unterstreicht ihre wissenschaftliche Bedeutung.
Der Öschibach, der den See entwässert, behält auf der Landeskarte der Schweiz das «Ö» statt des «Oe» von Oeschinensee. Der Bach fliesst unterirdisch durch die natürliche Abriegelung ab, tritt bald wieder ans Tageslicht und dient der Trinkwasserversorgung von Kandersteg und der Stromproduktion, bevor er in die Kander mündet. Am Ufer stehen zwei Hotels mit Restaurants, mehrere Grillstellen und eine Ruderbootvermietung.
Eine Gondelbahn führt von Kandersteg zur Bergstation, von der der See über einen leicht abfallenden Weg in rund 25 Minuten zu Fuss erreichbar ist; im Sommer verkehrt dort ein Elektromobil. Das Südufer und die Seenumrundung sind seit 2019/2020 wegen Steinschlaggefahr am Spitzen Stein gesperrt, Wege können auch nach starkem Regen geschlossen werden. Die Talstation ist per Bus mit dem Bahnhof Kandersteg verbunden.
Der See ist in der Regel fünf Monate, von Dezember bis Mai, gefroren; von Januar bis März ist das Eisfischen auf Seesaibling, Seeforelle und Regenbogenforelle beliebt. Im Dezember 2015 wurde er nach ungewöhnlich geringem Schneefall erstmals seit 19 Jahren zum Schlittschuhlaufen geöffnet.
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