Diessenhofen, Gemeinde im Bezirk Frauenfeld, Kanton Thurgau, Schweiz
Diessenhofen ist eine kleine Gemeinde im Bezirk Frauenfeld im Kanton Thurgau, die am südlichen Ufer des Rheins liegt, direkt gegenüber der deutschen Gemeinde Gailingen. Die Altstadt besteht aus engen, teils gepflasterten Gassen mit alten Steinhäusern, einem Schloss, einem Amtshaus sowie mittelalterlichen Stadtmauern und Türmen.
Diessenhofen wurde erstmals im Jahr 757 schriftlich erwähnt, als ein Priester namens Lazarus das Dorf und seine Kirche dem Kloster St. Gallen schenkte. Nach der Herrschaft der Kyburger und der Habsburger gelangte die Stadt 1460 nach einer kurzen Belagerung unter die Kontrolle der Eidgenossen.
Der Name Diessenhofen bedeutet so viel wie 'Höfe des Diezo' und erinnert an die bäuerlichen Anfänge der Siedlung. Die alten Gassen mit ihren gepflasterten Straßen und bemalten Holzläden werden heute noch täglich genutzt und geben dem Ort sein unverwechselbares Gesicht.
Die Altstadt lässt sich gut zu Fuß erkunden, wobei das Schloss und die alten Stadttürme die wichtigsten Orientierungspunkte sind. Für Besucher, die von außerhalb anreisen, bietet die Lage am Rhein auch Möglichkeiten, entlang des Flussufers zu spazieren.
Der Stadtrechtsbrief von Diessenhofen gilt als eine der ältesten erhaltenen Stadtrechtsurkunden der Schweiz und geht auf die Zeit der Grafen von Kyburg zurück. Das heutige Rathaus steht an derselben Stelle, an der bereits seit mindestens 1415 ein Rathaus belegt ist.
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