Carouge, Stadt und Gemeinde im Kanton Genf in der Schweiz
Carouge ist eine Stadt südlich von Genf in der Schweiz mit südeuropäischer Architektur aus Sardinien und Piemont. Die engen Gassen, farbenfrohen Fassaden und kleinen Plätze schaffen eine mediterrane Atmosphäre, die sich deutlich vom größeren Genf unterscheidet.
Die Stadt wurde im 18. Jahrhundert von König Viktor Amadeus III. von Piemont-Sardinien als Konkurrenzstadt zu Genf gegründet. Sie behielt ihre Unabhängigkeit bis 1816, als sie der Schweiz angegliedert wurde, und widerspiegelt ihre südeuropäische Vergangenheit noch heute in ihrer Architektur.
Carouge hat eine lebendige jüdische Gemeinde, die ihre eigene Synagoge erbaut hat, und zeigt eine seltene Toleranz für Protestanten trotz katholischer Mehrheit. Diese Mischung aus Kulturen und Glaubensrichtungen prägt bis heute das offene und weltoffene Gesicht des Ortes.
Carouge ist leicht zu Fuß zu erkunden und von Genfs Zentrum aus in etwa zehn Minuten mit Straßenbahn oder Bus erreichbar. Die engen Gassen laden zum Bummeln ein, und an vielen Ecken gibt es versteckte Höfe und Gärten zum Entdecken.
Die Stadt wird oft als Genfer Vorort übersehen, ist aber seit ihrer Gründung ein unabhängiger Ort mit eigenem Charakter, der sich hartnäckig gegen die Absorption in die größere Stadt wehrte. Diese widerspenstige Unabhängigkeit hat Carouge seinen bohemischen Geist und seine studentische Energie bewahrt, die es von Genf unterscheidet.
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