Fernsehturm St. Chrischona, Telekommunikationsturm in Basel-Stadt, Schweiz
Der Swisscom-Sendeturm St. Chrischona ist ein Sendeturm in Basel-Stadt mit einer Gesamthöhe von 250 Metern. Die Konstruktion besteht aus einem massiven Betonsockel, auf dem eine stählerne Antennenanlage aufsitzt und Rundfunk- sowie Fernsehsignale in die Region ausstrahlt.
Seit dem 23. April 1954 stehen auf St. Chrischona Sendeanlagen: Ein 30 Meter hoher Stahlgittermast übertrug das Schweizer Fernsehprogramm in die Region Basel und gehört zu den drei ältesten Sendeplätzen der Schweiz. Er blieb bis zum 28. Dezember 1959 in Betrieb; ab dem 29. Juni 1961 diente ein 136 Meter hoher, in Beromünster abgebauter Turm als Antennenmast. Die PTT schrieb 1973/74 einen Architekturwettbewerb aus, der heutige Turm entstand von Juli 1980 bis Dezember 1983 und ging am 2. August 1984 in Betrieb.
Der Name stammt vom Basler Hausberg St. Chrischona; seit dem 23. April 1954 wird von hier Schweizer Fernsehen ausgestrahlt, als es im Raum Basel erst 76 Fernsehgeräte gab. Heute verbreitet der Turm Programme des Schweizer Radios DRS und des Südwestrundfunks (SWR), darunter SWR1 bis SWR4 und Radio Basel 1. Führungen sind buchbar, sonst ist der Turm für die Öffentlichkeit geschlossen.
Die Anlage befindet sich auf dem Sankt-Chrischona-Berg und ist von den umliegenden Wanderwegen aus sichtbar. Der Zugang zur Turmbasis ist nicht für die Öffentlichkeit freigegeben, doch der Ort bietet gute Aussichtspunkte aus der Ferne.
Bei den Fundamentarbeiten wurde 1979 ein Fragment eines Mammutstoßzahns freigelegt. Die drei geneigten Stützpfeiler, ungewöhnlich für einen Schweizer Fernsehturm, halten Winden bis 220 km/h stand, wobei der Turm nur rund 40 cm schwankt.
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