Pierres du Niton, Glaziale Findlinge im Genfer Hafen, Schweiz
Die Pierres du Niton sind zwei Granitblöcke, die aus dem Genfer See ragen und dabei bemerkenswert verschiedene Höhen aufweisen. Der größere Stein überragt das Wasser deutlich, während der kleinere doch noch deutlich sichtbar aus der Oberfläche hervorschaut.
Diese Blöcke wurden während der Eiszeit vom Eis des Mont-Blanc-Massivs hierher transportiert und bei der Rückzug des Eises an dieser Stelle zurückgelassen. Im 18. Jahrhundert erkannte der Wissenschaftler Horace-Bénédict de Saussure, dass es sich um alpine Herkunftsgesteine handelt.
Der Name Niton stammt vom römischen Gott Neptun, den die gallischen Siedler verehrten, die einst an diesem Seeufer lebten. Die Steine waren für diese frühen Bewohner ein wichtiger Ort, der religiöse und alltägliche Bedeutung hatte.
Diese Steine liegen nahe am Quai Gustave-Ador am linken Seeufer und sind von dort aus gut zu sehen. Die beste Sicht hat man von der Uferpromenade aus, besonders bei ruhigem Wasser.
Die Steine dienten über Jahrhunderte hinweg als wichtiger Bezugspunkt für Schweizer Kartografen und Vermesser. Diese technische Bedeutung ist heute weniger bekannt, obwohl sie zeigt, wie natürliche Merkmale für präzise Landesvermessung genutzt wurden.
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