Pierres du Niton, Glaziale Findlinge im Genfer Hafen, Schweiz
Die Pierres du Niton sind zwei Granitblöcke, die aus dem Genfer See ragen und dabei bemerkenswert verschiedene Höhen aufweisen. Der größere Stein überragt das Wasser deutlich, während der kleinere doch noch deutlich sichtbar aus der Oberfläche hervorschaut.
Diese Blöcke wurden während der Eiszeit vom Eis des Mont-Blanc-Massivs hierher transportiert und bei der Rückzug des Eises an dieser Stelle zurückgelassen. Im 18. Jahrhundert erkannte der Wissenschaftler Horace-Bénédict de Saussure, dass es sich um alpine Herkunftsgesteine handelt.
Die Herkunft des Namens Niton ist umstritten: Er könnte von Neptun stammen, den Gallier am Genfersee verehrten, wie Inschriften aus Genf und Lausanne zeigen, oder von neiton, waadtländisch für Teufel, ein Name für Blöcke, die man für Menschenwerk unmöglich hielt. Der grosse Fels ist ein bearbeiteter Schalenstein, vielleicht Sockel einer hölzernen Götterstatue.
Diese Steine liegen nahe am Quai Gustave-Ador am linken Seeufer und sind von dort aus gut zu sehen. Die beste Sicht hat man von der Uferpromenade aus, besonders bei ruhigem Wasser.
Eine Bronzescheibe von 85 Millimetern Durchmesser ist horizontal etwas unterhalb des höchsten Punkts in den grösseren, uferferneren Block, den Pierre du Niton, eingelassen. Seit 1902 ist der Wert von 373,6 m über Meer gesetzlich in der Geoinformationsverordnung festgelegt; er bleibt der Bezug für die Höhenangaben der Schweiz und Liechtensteins. Karten bis zur Siegfriedkarte liegen rund 3,26 m höher.
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